Grundsätzliches zur Verwendung von Hausmitteln bei Hunden:
Dem Hund dürfen niemals Hausmittel mit Gewalt eingeflößt werden. Er muss es freiwillig annehmen!
Tritt nach einigen Tagen der Anwendung der Mittel keine Besserung ein, bitte Tierarzt konsultieren!
Bei Vorerkrankungen des Hundes, immer vorab, vor Einsatz Hausmittel, den Tierarzt fragen!
 
Die Dosierung ist individuell d.h. man muss sich an die Idealmenge, die gut vertragen wird herantasten!
Manche Kräuter und Mixturen sind zwar Naturheilmittel aber doch Arzneimittel und als solche zu sehen!
Bevor man sich für den Einsatz eines Hausmittels entscheidet, erst Ursache des Leidens vorher abklären!

Honig Anwendungsbereiche:
Appetitlosigkeit, Ermüdung, Blutarmut, Wund- und Hautpflege, Stoffwechselanregung

Honig liefert Mineralien, Vitamine und das entzündungshemmende Enzym Inhibin. Weiterhin kann bereits ein Löffel Honig am Tag Mangelerscheinung bei Hunden ausgleichen und wirkt bakterien-entzündungshemmend bei Hals- Magen- und Darmentzündungen. Achten Sie darauf, kaltgeschleuderten Honig zu kaufen. Eine Honigkur sollte im Frühjahr durchgeführt werden um den trägen Winterstoffwechsel in Schwung zu bringen. Honig wirkt als Vorbeugung gegen grippale Infekte und bei Schwächezuständen nach Erkrankungen.Um Karies zu vermeiden sollte man nach der Gabe von Honig zahnreinigende Maßnahmen durchführen.

Essig Anwendungsbereiche:
Fellpflege, Hautpflege, bei Juckreiz, Insektenstichen, zur Desinfektion

Zur Fellpflege bietet sich täglich ein Esslöffel verdünnter Apfelessig an, der frei von chemischen Zusatzstoffen ist und wertvolle Mineralstoffe sowie Vitamine enthält. Essig stärkt die Immunabwehr, entschlackt den Körper und hat bei kleineren Wunden antiseptische, antibakterielle Wirkung. Auch bei Insektenstichen verschafft Essig Linderung durch Auftupfen auf den Stich. Legen Sie Ihre Hundebürsten zur Desinfektion in Essigwasser (Mischverhältnis 1:1).

Samen, Nüsse und Pflanzenöle Anwendungsbereiche:
Nahrungsergänzung, Verstopfung, Hautprobleme, bei Wurmbefall, Fellpflege, bei gestörtem Fettstoffwechsel

Sonnenblumenöle, Weizenkeimöle und Maiskeimöle sind reich an Vitamin B, Vitamin E und enthalten Eiweiß. Mischen Sie täglich davon eine kleine Menge unters Futter. Weizenkeime helfen bei Schwächezuständen und Herz- Kreislaufstörungen. Kürbiskerne wirken vorbeugend gegen Wurmbefall. Erdnüsse, Haselnüsse und Walnüsse sorgen für ein glänzendes Fell und enthalten Mineralien, Eiweiße, sowie Vitamin A und E, angewendet bei Schleimhautentzündungen, Ekzemen, Furunkeln und anderen Hauterkrankungen. Nüsse sind Energielieferanten und können auch als Leckerli zwischendurch gegeben werden (50 g Haselnüsse entsprechen 250 g Fleisch)

Brennessel Anwendungsbereiche:
Heuschnupfen, Allergien, Juckreiz, Fell- und Hautprobleme

Brennessel ist reich an Vitamin C, Mineralsalzen und Provitamin A. Das Chlorophyll in der Brennessel wirkt stoffwechselfördernd, hilft bei der Blutbildung und regt die Drüsentätigkeit an. Verwendet werden die jungen Pflanzen, frisch abgekocht oder getrocknet. Je nach Grösse des Hundes gibt man 1-2 Esslöffel ins Futter.

Äpfel Anwendungsbereiche:
Darmreinigung, Verstopfung, Durchfall, Gebissreinigung

Bis zu einem ganzen Apfel, den man gerieben oder mit Schale ins Futter mischt, bindet Giftstoffe in Magen und Darm. Bei Verstopfung oder Durchfall empfiehlt es sich die Äpfel zu pürieren. Zur Reinigung der Zähne nach dem Fressen gibt man ein Stück Apfel um die Bakterien auf Zähne und Zahnfleisch zu reduzieren.

Karotten Anwendungsbereiche:
Gebissreinigung, Hautpigmentierung, Blutbildung, Fellwechsel, Darmpflege

Durch das Zufüttern von Karotten erhält der Hund eine kräftigere Pigmentierung des Fells. Karotten enthalten Mineralien, Spurenelemente und Vitamin A. Die Blutbildung wird angeregt, der Stoffwechsel reguliert und das Wachstum gefördert. Fell, sowie Krallen werden kräftiger. Besonders in den Fellwechselphasen ein hilfreiches Naturheilmittel. Wahlweise können Karotten püriert oder roh zugefüttert werden.

Knoblauch Anwendungsbereiche:
Hautentzündungen, Pilzbefall, Wunden, Rheuma, Infektionen, Parasitenbefall

Bitte vorsichtig dosieren, da Wirkung bei Hunden extrem.
Knoblauch wirkt gegen Pilze und Bakterien. Knoblauchwasser hilft bei Hautproblemen, bei kleinen Wunden zur Reinigung sowie bei Hautentzündungen und gegen Pilzbefall. Das im Knoblauch enthaltene entzündungshemmende Allizin lindert Schmerzen bei Arthrose. Knoblauchpulver ins Fell gerieben hilft gegen Zecken und Flöhe und wirkt Wurmabweisend. Regelmäßig Knoblauch verwendet wirkt verjüngend !

Pfirsiche Anwendungsbereiche:
Dient der Futterergänzung, Zur Stärkung des Immunsystems, bei Vitaminmangel

Als Futterzusatz enthält der Pfirsich Vitamin A, B, B3 und Vitamin C. Pfirsiche wirken leicht abführend und sollten wohl dosiert werden. Vorsicht bei Pfirsichkernen, diese enthalten Blausäure und sollten dem Hund nicht verabreicht werden.

Hagebutten Anwendungsbereiche:
Unterstützung der Blutbildung, Harntreibende und abführende Wirkung, Immunstärkung

Hagebutten enthalten Vitamin C, Vitamin B und Mineralstoffe. Sie unterstützen die Blutbildung und erhöhen die Widerstandskraft. Besonders in Stress-Situationen, bei hoher Belastung sowie im Fellwechsel und in der Läufigkeit benötigen Hunde ebenso wie Menschen vermehrt Vitamin C, was durch Zufütterung von Hagebutte gewährleistet werden kann. Hagebutte ist auch bestens zur Entgiftung des Körpers geeignet.

Trockenobst Anwendungsbereiche:
Bei Mineralstoffmangel, als Futterergänzung

Trockenobst enthält u.a. Vitamin A,B und C mit hohen Mineralstoffanteilen. Kalzium und Phosphor garantieren eine gute Mineralstoffversorgung. Nicht zu vergessen der hohe Ballaststoffanteil. Achtung... getrocknete Rosinen wirken toxisch!

Teebaumöl Anwendungsbereiche:
Pilz- und Keimtötend, bei Hautkrankheiten, Juckreiz, Verrenkungen, Allergien

Ein gutes Hausmittel bei allen nicht infektiösen Hauterkrankungen. Es wirkt gegen Flöhe und Zecken und hilft insbesondere bei Allergien durch Flohbisse sowie bei Haarausfall. Mehrmals wöchentlich aufgetragen lindert Teebaumöl quälenden Juckreiz z.B. bei Insektenstichen oder Allergien.

Johanniskrautöl Anwendungsbereiche:
Liegeschwielen, Entzündungen, Brandwunden, Verbrennungen

Ideal zur Erstversorgung von Brandwunden oder bei leichten Erfrierungen. Weiterhin äußerlich zur Anwendung bei Verstauchungen, Verrenkungen sowie bei Blutergüssen und bei überanstrengter Muskulatur kann Johanniskrautöl einmassiert werden. Bei entzündeter Haut und Juckreiz verschafft es Linderung und unterstützt die Heilung.

Bierhefe Anwendungsbereiche:
Zur Parasitenvorbeugung, hilft beim Fellwechsel, Fellglanz, Hautpflege

Mehrmals wöchentlich ein Stück Bierhefe sorgt durch den hohen Biotinanteil für glänzendes Fell und gesunde Haut. Besonders in der Zeit des Fellwechsels hilft Bierhefe die Phase besser zu überwinden.

Milchprodukte Anwendungsbereiche:
Blähungen, Vitamin- und Eiweissmangel, Kalziummangel

Reine Milchprodukte werden vom Hund nicht vertragen, jedoch Quark, Käse, Buttermilch und Joghurt ohne Probleme. Sie liefern hochwertiges Eiweiß, Vitamine, Kalzium und sorgen für ein gutes Darmklima. Hin und wieder Milchprodukte pur oder ins Futter gemischt, halten den Hund gesund und fit.

Tipps und Tricks1. Abreibungen mit verdünntem Apfelessig sorgen für ein glänzendes Fell
2. Eine Abreibung mit Brennesselsud stoppt Schuppen und bringt Glanz ins Fell

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