ACHTUNG "Vermehrerzüchter"!

Eine sogenannter Vermehrer züchtet Hunde hauptsächlich nur um damit Geld zu verdienen. Das bedeutet, dass es das ganze Jahr über mehrere Würfe angeboten werden können - sehr zum Leid der Zuchthündinnen. Die Welpen wachsen nicht in einer häuslichen Umgebung auf, sondern in einem abgesonderten Stall oder Raum wo sie keinen Kontakt zu Menschen oder anderen Hunden haben. Junge Welpen werden so nicht sozialisiert oder stubenrein. Auch hat das ernsthafte körperliche Abweichungen, Verhaltensstörungen und gesundheitliche Beschwerden zur Folge!

Wenn die Zuchthündinnen nichts mehr einbringen werden Sie getötet oder weggegeben. Denn wer will schon einen unsozialisierten, erwachsenen Hund in sein Zuhause holen, der sein ganzen Leben nur in einem Zwinger zugebracht hat? Stell Dir vor: nie rausgelassen werden, keine Spiele oder Spielzeug, keine Leckerlies, nicht einmal im Garten herumtoben oder mal spazierengehen.... und vor allem nie geschmust und gestreichelt werden! Im Englischen heissen diese Züchter "Puppy Mills" - also Welpenfabriken, was das Ganze sehr gut verdeutlicht.

 

Vermehrerzuchten kann man in verschiedene Stufen einordnen aber im Allgemeinen wird es als Tiermißhandlung umschrieben. Für den Käufer ist die Anschaffung nicht selten ein Fall von "Billig aber Teuer": der Kaufpreis des Tieres ist nicht hoch aber der Schaden, den die körperlichen, genetischen oder geistigen Abweichungen anrichten kann ganz schön ins Geld gehen, wenn später eine medizinische Behandlung notwendig ist.

Worauf muss ich achten, wenn ich einen Hund bei einem Züchter kaufen will?

 

 

 

  • Setzen Sie sich vor der Entscheidung gut mit der Rasse auseinander, dem Charakter und den möglichen vererblichen Krankheiten
  • Fragen Sie ob die Welpen in der Familie aufwachsen, zusammen mit der Mutterhündin. Kaufen Sie nie einen Welpen der in einem Zwinger oder einem Stall, abgesondert vom Wohnhaus aufwächst.
  • Haben Sie überhaupt Zugang zum Haus der Familie wo alles hundegerecht eingerichtet ist, mit Spielzeug, Körbchen, Futternäpfen? Oder wird die Zucht in einem Büro abgehandelt oder in einem seperaten Ort der nur zu Verkaufszwecken und zur Hundebegegnung eingerichtet ist? Sprich die verkaufsfertigen Welpen bereitstehen? Wo leben dann die Hunde wenn nicht im Zwinger?
  • Fragen Sie, der wievielste Wurf es von diesem Zwinger bereits ist, Sie sehen dies auch an dem Buchstaben mit dem die Namen der Welpen beginnen, diese laufen nach dem Alphabet durch. Fragen Sie wieviele Würfe die Mutterhündin bereits hatte und wie alt Sie ist (mehr als 3 Würfe stehen ausser Frage und ab einem Alter von 7-8 Jahren sollte die Hündin nicht mehr gedeckt werden)
  • Massen- und Vermehrerzüchter belegen die Hündinnen bei jeder Hitze, gönnen ihnen keine Ruhephasen oder menschliche Zuwendung
  • Fragen Sie ob die Elterntiere auf erbliche Abweichungen gestestet sind (z.B. HD, Zwergwuchs, DM etc..) und lassen Sie sich die Testergebnisse zeigen.
  • Werden die Welpen in der Prägungsphase sozialisiert? Gibt es Spielzeug oder ähnliches?
  • Wieviele Hunde hat der Züchter? Bei mehreren Rassen oder einer grossen Anzahl an Hunden, heisst dies immer, dass die Hunde ihr Leben in einem Zwinger fristen müssen. Unterstützen Sie dies nicht!
  • Wenn en Züchter mehrere Hunde hat, bitten Sie darum, dass Sie gerne sehen möchten, wie die Hunde gehalten werden. Ein bekannter Trick von Züchtern ist es nämlich, die Hunde mit der Mutter für den Zeitraum des Besuches ins Haus zu bringen oder diese in einem besonderen Besucherraum zu präsentieren. Die Mutterhündin wird dann kurz aus dem Zwinger geholt und draussen oder bei den Welpen gezeigt als ob sie nicht eingeschlossen im Zwinger leben müsste. Fallen Sie nicht darauf rein und lassen Sie sich alles zeigen.
  • Merken Sie, dass der Züchter gerne ein gutes neues Zuhause für den Welpen haben möchte? Will er alles von Ihnen wissen und stellt er auch kritische Fragen? Ein guter Züchter wählt den Besitzer des Welpen und nicht andersherum.
  • Will der Züchter, dass Sie den Hund, sollten Sie irgendwann nicht mehr in der Lage sein Ihn zu halten, zuerst wieder dem Züchter anbieten, damit dieser sich um eine gute Weitervermittlung kümmern kann?
  • Gibt es einen Kaufvertrag in dem steht welcher Betrag zurückerstattet wird wenn sich herausstellt, dass der Hund eine erbliche Abweichung hat?
  • Lassen Sie sich im Kaufvertrag bestätigen, daß es sich bei dem Welpen tatsächlich um einen Welpen der Hündin handelt die im Besitz des Züchters ist.
  • Ein Welpe darf den Wurf erst ab 8 Wochen verlassen und muss in Woche 6 oder 7 gechipt werden.
  • Gehen Sie selbst auf Recherche: suchen sie den Züchter im Internet und schauen Sie was andere in Foren über ihn schreiben.

 

Was müssen Sie tun wenn Sie an eine Vermehrerzucht geraten sind?

- Melden Sie Tiermißhandlung an Peta oder das nächste Veterinäramt

- Kaufen sie nicht aus Mitleid einen Welpen weil sie ihn aus dem Elend herausholen wollen! Somit unterstützen sie nur den Vermehrer und der Welpe macht Platz für neues Leid. Melden sie die Mißstände wo Sie nur können!

- Teilen Sie Ihre Erfahrungen online. Das Internet ist ein starkes Medium. Teilen Sie Ihre Erlebnisse mit bestimmten Züchtern auf Foren oder durch soziale Medien. Sie können so mit Leidensgenossen in Kontakt treten und andere warnen!

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